Faktoren, die entscheiden Kaufkraft
Einkommen zuzüglich Transferleistungen, abzüglich Ersparnissen und Verschuldung der privaten Haushalte. Diese Einkommen stehen für Konsumzwecke (Ausgaben im Einzelhandel, für Wohnungsmieten, Reisen, Verkehr u. a.), für Sparen und Versicherungsausgaben zur Verfügung.
Kaufkraftindex
Kaufkraftkennziffern geben über die regionale Einkommensverteilung pro Einwohner Auskunft. Der Kaufkraft- Bundesdurchschnitt pro Einwohner wird durch die Wertmarke 100 repräsentiert. Eine hohe Kaufkraftkennziffer spiegelt daher ein hohes verfügbares Einkommen wider.
EH-Kaufkraftindex
Die einzelhandelsrelevanten Kaufkraftindizes geben über die regionale Einkommensverteilung pro Einwohner Auskunft, wobei sie sich ausschließlich auf den nachfrageorientierten Teil des verfügbaren Einkommens beziehen (s. o.). Der einzelhandelsrelevante Kaufkraft-Bundesdurchschnitt pro Einwohner wird durch die Wertmarke 100 repräsentiert. Ein hoher EH-Kaufkraftindex spiegelt daher ein hohes dem Einzelhandel zur Verfügung stehendes Nachfragepotenzial wider.
EH-Umsatz
Die Umsatzzahlen sind auf die Umsätze im Einzelhandel bezogen und stellen im Gegensatz zur einzelhandelsrelevanten Kaufkraft die erzielbaren Umsatzgrößen dar, die aufgrund der Zahl und Leistungsfähigkeit bereits ansässiger Handelsunternehmen vorhanden sind.
EH-Umsatzkennziffer
Die Umsatzkennziffern des Einzelhandels geben Auskunft über das in einem Gebiet ansprechbare Marktpotenzial im Einzelhandel. Auf der Basis der Bevölkerung im Marktgebiet sowie weiterer marktrelevanter Parameter ermöglichen die Kennziffern die Einschätzung der zur Verfügung stehenden Marktvolumina. Die Umsatzkennziffer ist ein Indikator für die Höhe der in der jeweiligen Gemeinde getätigten Umsätze im Einzelhandel pro Einwohner. Die Umsatzkennziffer pro Einwohner gibt an, ob ein bestimmtes Gebiet tendenziell über oder unter dem Umsatz-Bundesdurchschnitt – repräsentiert durch die Wertmarke 100 – liegt.
Zentralitätsindex
In der Praxis weichen die regionalen Bedeutungen von Einzelhandel und einzelhandelsrelevanter Kaufkraft voneinander ab. Die Einzelhandelszentralität ergibt sich aus dem Verhältnis von Kaufkraftbindung in der Stadt und Kaufkraftzufl uss von außerhalb. Dieser Zentralitätsindex errechnet sich aus der Division der Umsatzkennziffer des Einzelhandels durch den entsprechenden Wert der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft, wobei auch hier der Bundesdurchschnitt gleich 100 gesetzt wird. Liegt die Kennziffer über 100 (dies ist der Fall, wenn die Umsatzkennziffer größer als die Kaufkraftkennziffer ist), dann werden die Umsätze stark von Kunden aus dem Umland beeinfl usst. Die Zentralitätskennziffer erlaubt damit Aussagen zur Bewertung der Ausstattung der Stadt mit zentralörtlichen Funktionen und zu ihrer überregionalen Bedeutung.
Filialisierungsgrad
Der Filialisierungsgrad ist der prozentuale Anteil der Filialisten, Franchisenehmer und Einkaufsgemeinschaften (die unter gleichem Namen firmieren) an allen vermieteten Ladengeschäften im Untersuchungsgebiet.
Neuvermietungsquote
Die Neuvermietungsquote ist der Anteil der – im Vergleich zur letzten Bestandsaufnahme – neu vermieteten bzw. neu genutzten Ladengeschäfte (ohne Leerstände) an allen Ladengeschäften im Untersuchungsgebiet. Ausgenommen sind Flächenerweiterungen eines bereits bestehenden Unternehmens durch die Anmietung eines benachbarten Ladengeschäfts.